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Baustellenbericht - Sanierung unter erschwerten Bedingungen

 

Die Sanierung des kanalisierten Viertelbächli stellte aufgrund der direkten Nähe zur alten Kehrichtdeponie Almensberg eine Herausforderung für das Büro SBU dar.

 

Ausgangslage

Die Kehrichtdeponie Almensberg stellt mit den damit verbundenen Altlasten ein erhebliches Gefahrenpotential für die Umwelt dar. Insbesondere Verunreinigungen des Grundwassers sind unter allen Umständen zu vermeiden. Besonderes Augenmerk muss hierbei auf das direkt angrenzend verlaufende Viertelbächli gelegt werden. Dieser kanalisierte Bachlauf muss vor Einsickerungen von kontaminiertem Regenwasser geschützt werden. Die Stadt Amriswil hat in den Jahren 1995 und 2013 Kanalfernsehaufnahmen durchgeführt, um den Zustand der Kanalisation zu erheben. Im Zuge dieser Aufnahmen wurden gravierende und sich verschlimmernde Schadensbilder festgestellt.

Schadensbilder vor Sanierung

Schadensbilder vor Sanierung

 

Umsetzung

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Das Büro SBU, welches bereits mit der Auswertung der Kanalfernsehaufnahmen betraut war, erhielt den Auftrag einer nachhaltigen Sanierung der betroffenen Kanäle. Ein Neubau wurde aufgrund des kontaminierten Untergrunds von Vornherein ausgeschlossen, sodass man sich für den Einsatz eines Schlauchliners festlegte.

 
Vorsanierung mittels partieller Robotertechnik

Insgesamt erfolgte an 26 Stellen eine Vorsanierung mittels partieller Robotertechnik zur Stabilisierung und Reprofilierung des Altrohres

 

Ausführung Schlauchrelining

Es wurde auf der gesamten Länge von ca. 90 m (2 Kanalabschnitte) ein Schlauchliner Durchmesser 500 eingebaut. Die Wandstärke des Synthesefaser-Schlauchliners wurde mit 19.5 mm auf die grösstmöglich einbaubare Dicke festgelegt. Damit werden die an Altrohrzustand III gestellten Anforderungen der Standsicherheit mehr als erfüllt. Im ersten Schritt wurde über die gesamte Einbaustrecke ein verstärkter Preliner inversiert. Anschliessend wurde der Schlauchliner inversiert und mittels Heissdampf ausgehärtet. Die Temperatur wurde während der Aushärtung elektronisch überwacht. Die zeitliche Periode der Aushärtung wurde wegen der grossen Wandstärke den Anforderungen entsprechend verlängert.

 

Vergleich vorher - nachher

Nachfolgende Bilder stellen einige Schadensbilder vor und nach der Sanierung exemplarisch dar.

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Fazit

Mit der Kombinierung mehrerer Sanierungsverfahren in innovativer Art und Weise, konnte die Dichtheit der Kanalisation in diesem komplexen Umfeld wiederhergestellt werden. Der konsequente Einsatz grabenloser Verfahren, reduzierte schlussendlich auch die Kosten, durch die Vermeidung deponierpflichtigen Aushubs. In verantwortungsvoller Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen, wurde das Projekt unter Leitung des Büro SBU innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens zur vollen Zufriedenheit des Auftraggebers abgeschlossen.